8. Prenzlauer Feuerwehrfest in Dedelow
"Erstaunlich, wie sich die Technik der Feuerwehren im Laufe der Jahre verändert hat", bemerkt einer der zahlreichen Zuschauer, die sich den Umzug zum Auftakt des 8. Prenzlauer Feuerwehrfestes nicht entgehen ließen. Bereits zum achten Mal trafen sich am 6. Juni bei herrlichem Sonnenschein die Ortswehren der uckermärkischen Kreisstadt mit ihren Gast- und Partnerwehren sowie dem Technischen Hilfswerk, um sich der Öffentlichkeit zu präsentieren und ihr Können unter Beweis zu stellen. In diesem Jahr fand die Veranstaltung im Prenzlauer Ortsteil Dedelow statt.
Selbst die Kameraden aus den Partnerstädten Uster (Schweiz) und Varéna (Litauen) ließen es sich trotz der etwa eintausend Kilometer langen Anreise nicht nehmen, in den Disziplinen Löschangriff, FwDV 3, Stiche und Bunde sowie einem Wissenstest anzutreten. "Neben den traditionellen Herausforderungen haben wir in diesem Jahr erstmalig einen 100m-Hindernislauf mit in den Wettkampf einbezogen, bei dem die Mannschaften unter anderem eine Eskaladierwand bezwingen müssen", berichtet Stadtbrandmeister Sven Wolf.
Die Bestzeit im Löschangriff erzielten in diesem Jahr die Schweizer Kameraden. Nach nur 39 Sekunden signalisierten die Zieleinrichtungen am Ende der Wettkampfbahn die erfolgreiche Bekämpfung des "Brandes". Auch in den anderen Disziplinen hatte das Team aus Uster die Nase vorn, so dass der Sieg in der Wertung "Gastwehren" in diesem Jahr erneut in die Schweiz ging.
Ehrgeiz zeigten auch die Mannschaften der Prenzlauer Ortsfeuerwehren, die bis zur Erschöpfung kämpften, um keine Zeit und damit Wertungspunkte zu verschenken. Bis zur Bekanntgabe des Endergebnisses mussten sich die Feuerwehrleute allerdings noch gedulden. Erst zum Beginn des abendlichen Tanzes verkündete Stadtbrandmeister Sven Wolf das fieberhaft erwartete Ergebnis: Den ersten Platz belegte in diesem Jahr die Mannschaft der Ortsfeuerwehr Güstow, die nicht nur die Stiche und Bunde in Rekordzeit und ohne Fehler knüpfte, sondern auch den schnellsten Feuerwehrmann in ihren Reihen hat. Der Güstower Felix Teichner meisterte den Hindernislauf in nur 23,8 Sekunden - eine Zeit, die auch in den kommenden Jahren nur schwer zu toppen sein wird.
