Brennendes Fett niemals mit Wasser löschen!
Fette und Öle werden täglich in nahezu jeder Küche zum Kochen verwendet und zu diesem Zweck erhitzt. Obwohl der Siedepunkt von diesen Stoffen über 100°C liegt, kann es dabei zur Überhitzung und Entzündung kommen.
Warum dürfen Fettbrände niemals mit Wasser gelöscht werden?
Brennendes Fett entwickelt eine Temperatur von etwa 300°C, während Wasser bereits bei 100°C siedet und zu
Wasserdampf verdampft.
Bei einem Löschversuch mit Wasser wird dieses so stark erhitzt, dass es schlagartig verdampft. Die mikroskopisch kleinen Wasserdampfteilchen
steigen nach oben und reißen dabei Teile des brennenden Fettes mit. Es entsteht ein Feuerball, der schwerste Verbrennungen hervorrufen und
in Bruchteilen einer Sekunde die gesamte Küche in Brand setzen kann. Die folgenden Bilder verdeutlichen die verheerende Wirkung von Wasser
bei der Bekämpfung von brennendem Fett:
Welche Alternativen habe ich zum Löschen eines Fettbrandes?
Der Fachhandel bietet seit einigen Jahren spezielle Fettbrandlöscher an. Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Feuerlöscher
für die Brandklasse "F" geeignet ist. Alternativ kann man eine spezielle Feuerlöschdecke verwenden, die aus unbrennbarem
Material besteht und den Brand erstickt.
Die beste und zudem kostenlose Möglichkeit zur Fettbrandbekämpfung ist jedoch ein Topfdeckel. Dieser schließt den Topf oder die Pfanne
nahezu luftdicht ab, so dass die Sauerstoffzufuhr unterbrochen wird. Der Brand im Inneren erlischt nach kurzer Zeit.
Im folgenden Film wird die Wirkung des Wassers nochmals verdeutlicht:
